Zwei Messvarianten

Für die Messung von Energieerzeugungsanlagen wird zwischen zwei Messvarianten unterschieden:

Direktmessung (Bruttomessung)

Einspeisen der gesamten Produktion der Energieerzeugungsanlage ins Netz des WEW

Schema Bruttomessung

Diese Messanordnung ist vorgeschrieben bei Energielieferung an einen Dritten (z.B. KEV) sowie bei Einspeisung in Netzebene 5.

Diese Messvariante hat den Vorteil, dass ein allfälliger Wechsel zur “KEV“ ohne Installationsänderung erfolgen kann. Die erforderlichen Messwerte von Bezug und Produktion sind dann bereits vorhanden. Für die Produktion ist allerdings ein zusätzlicher Zähler notwendig. Bei Einspeisung ins Netz des WEW wird somit der Grundpreis für die zusätzliche Messung verrechnet.

Überschussmessung (Nettomessung)

In einem lokalen Netz wird die produzierte Energie zuerst selbst verbraucht. Die den Eigenverbrauch übersteigende Energie (Überschussenergie) wird ins Netz des WEW eingespeist.

Schema Nettomessung

Diese Messvariante hat den Vorteil, dass bei Anlagen < 30kVA kein zusätzlicher Zähler notwendig ist. Der Grundpreis für Zähler wird nur einmal verrechnet. Die produzierte Energie wird selbst verbraucht, dadurch nimmt der Strombezug aus dem Netz ab. Bei einem Wechsel der Energielieferung an einen Dritten (z.B. KEV) fallen Installationskosten und Gebühren für einen zweiten Energiezähler an.

Eigenerzeugungsanlagen > 30kVA

Produktionsanlagen > 30kVA müssen eine Lastgangmessung aufweisen. (StromVV Art. 8 / Verordnung UVEK über HKN vom 17.8.2011). Die Kosten für die Messung inkl. Kommunikationsanbindung gehen zu Lasten des Kunden.

Stromtarife