Einspeisevergütung

Bei der Stromproduktion durch erneuerbare Energien wird zwischen dem «physischen Strom» und dem «ökologischen Mehrwert» unterschieden. Grundsätzlich ist jeder Netzbetreiber verpflichtet,  den unabhängigen Stromproduzenten in seinem Versorgungsgebiet den «physischen Strom» zu marktorientierten Bezugspreisen für gleichwertige Energie abzukaufen.
Als unabhängige Stromproduzenten können Sie selbst entscheiden, wie Sie Ihren produzierten Strom vermarkten. Folgende Möglichkeiten stehen Ihnen offen:

  • Anmeldung bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV)
  • Verkauf der Energie an ein Elektrizitätswerk
  • Privatverkauf (z.B. Solarstrombörse)

Kostendeckende Einspeisevergütung KEV

Swissgrid wurde vom Bund damit beauftragt, den Anmeldeprozess für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) durchzuführen. Das revidierte Energiegesetz schreibt vor, dass die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 um mindestens 5,4 Milliarden Kilowattstunden erhöht werden muss. Zur Finanzierung der kostendeckenden Einspeisevergütung wird seit dem 1. Januar 2009 auf jede verbrauchte Kilowattstunde ein Zuschlag erhoben. Dieser Zuschlag darf gemäss Energiegesetz (Artikel 15b Absatz 4) maximal 0.6 Rappen pro Kilowattstunde (Rp./kWh) betragen (ab 2013: 0.9 Rp./kWh) und wird jährlich vom Bundesrat bedarfsgerecht festgelegt.
Zur KEV können folgende Technologien angemeldet werden:

  • Wasserkraft bis 10 Megawatt
  • Photovoltaik
  • Windenergie
  • Geothermie
  • Biomasse

Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.swissgrid.ch

KEV - lange Wartezeit ...

Wer heute seine Produktionsanlage bei der Swissgrid anmeldet, bekommt einen Platz auf der Warteliste. Bis eine Vergütung ausbezahlt wird, kann es eine ganze Weile dauern.